
06. Februar 2012
Mittelstandsfinanzierung: Strategien für wachsende Märkte
Factoring steigert Liquidität parallel zum Umsatz
In Deutschland nutzen immer mehr mittelständische Unternehmen das Factoring für ihre Umsatzfinanzierung. Hoher Finanzierungsbedarf besteht zum Beispiel bei Unternehmen, die im Markt der neuen Energien wachsen, so der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand. Hintergrund: Mit zunehmendem Umsatz steigen häufig auch die Außenstände an. Hinzu kommt die immer strengere Risikobewertung der Banken, die eine Kreditvergabe erschwert oder verteuert. Durch Basel III könnte sich das Problem verschärfen. Eine Strategie, um dennoch Planungssicherheit zu schaffen, ist die Finanzierung mit Factoring. ?Wer sich für den laufenden Verkauf seiner Forderungen entscheidet, wird unabhängiger vom Kreditmarkt und stellt kongruent zum Umsatz seine Liquidität sicher?, erklärt Thomas Rohe, Vorstandsmitglied des BFM. Ein weiterer Vorteil ist die Absicherung vor Zahlungsausfall. Das komplette Ausfallrisiko geht mit Verkauf der Forderungen an den Factor über. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden. So erhöht der Factoringnehmer seine Eigenkapitalquote, ohne dingliche Sicherheiten einsetzen zu müssen.
Windenergie: Geschäftsmodelle mit Zukunft
Planbare Liquidität ist ein Schlüssel für den Markterfolg. Beispiel Windenergie: Die L & L Rotorservice GmbH, Basdahl, expandiert seit der Gründung 1994 kontinuierlich. Heute hat das Unternehmen 100 Mitarbeiter und verfügt über die größte Reparaturhalle für Rotorblätter in Deutschland. Geschäftführer Reinhard Lührs setzt seit acht Jahren Factoring für seine Unternehmensfinanzierung ein. Eine Rechnung, die aufgeht: ?Die Kosten für den Forderungsverkauf liegen etwa im Skontobereich und sind daher geringer als bei den klassischen Finanzierungsmöglichkeiten?, so Lührs, der von der G.R. Factoring GmbH betreut wird. ?Außerdem sparen wir bei der Debitorenbuchhaltung. Ist die Rechnung einmal verkauft, sind die langen Zahlungsziele oder Mahnungen Sache des Factors.? Auch Heinz Klickow, Geschäftsführer von Lifecare-Technical-Services und Lifecare-Training, Achim, profitiert von der steigenden Nachfrage im Bereich neue Energien. "Unser Unternehmen ist in den letzten Jahren stark gewachsen, vor allem durch die Erweiterung auf das Geschäftsfeld Technical Services. Durch den Einsatz von Factoring konnten wir diese Entwicklung unterstützen und laufende Liquidität sicherstellen", erklärt Klickow, ein Kunde der ERNST factoring GmbH. Schwerpunkte bei Lifecare-technical liegen auf Sachkundeprüfungen und Reparaturservice von Windkraftanlagen. Die Lifecare-Trainings richten sich an betriebliche Ersthelfer und Betriebssanitäter, speziell für Windkraftanlagenhersteller und Serviceunternehmen (BGV A 1 und BGG 949).
Auch in klassischen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbranchen werden zunehmend bankenunabhängige Finanzierungen eingesetzt.
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Pressemitteilungen zum Bundesverband Factoring für den Mittelstand
29.06.2011
Zehn Jahre BFM: Kontinuität in der Verbandsspitze, Umzug nach Berlin
Rund 29 Prozent Zuwachs und 4.535 Kunden im Vorjahr, Dynamik hält an
Der BFM Bundesverband Factoring für den Mittelstand feiert 2011 sein zehnjähriges Bestehen - mit einem Rekordergebnis von 29,1 Prozent Zuwachs beim Factoringvolumen der Mitglieder. Auf der Jubiläumsversammlung wurde im Juni 2011 der Vorstand neu gewählt. In ihren Ämtern bestätigt: der Vorsitzende Volker Ernst sowie die Vorstände Matthias Löw und Björn Behrmann. Matthias Löw übernimmt den stellvertretenden Vorstandsvorsitz von Thomas Frericks, der sich nicht wieder zur Wahl stellte. Neu im Vorstand ist Thomas Rohe, der das Ressort Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet. Die Geschäftsführung des BFM liegt weiterhin bei Simon Schach, Beiratsvorsitzender ist Klaus Schierbeck.
Für 2012 plant der Verband, seinen Standort von Hahnstätten bei Limburg nach Berlin zu verlagern. Dort wird der BFM nicht nur die Interessensvertretung der Mitglieder intensivieren, sondern auch Kooperationen wie das "Bündnis Mittelstand Deutschland" vorantreiben. Im BFM sind derzeit 31 Spezialanbieter organisiert, die 4.535 Anschlusskunden Leistungen rund um das Factoring liefern.
"Das Factoringvolumen unserer Mitgliedsunternehmen lag 2010 bei rund 3 Mrd. Euro", berichtet der Vorstandsvorsitzende Volker Ernst. Bereinigt um Sondereffekte, entspricht das Ergebnis einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr zeichnet sich eine anhaltend dynamische Entwicklung ab, auch die Zahl der Factoringkunden im Mittelstand steigt weiter an.

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